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Frankfurt Sehenswürdigkeiten Frankfurt

Highlights

"Es is kaa Stadt uff der weite Welt,
die so merr wie mei Frankfort gefällt,
un es will merr net in mein Kopp enei,
wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!"
Friedrich Stoltze (1816 - 1891),
Auszug aus "Wie kann nor e Mensch net von Frankfurt sei"


Hier finden Sie einige sehr interessante Sehenswürdigkeiten von Frankfurt.
Zu diesen Highlights lohnt sich auf jeden Fall ein kleiner oder auch größerer Besuch.

Römer und Römerberg

Der Römer mit seiner berühmten Giebelfassade ist heute das Wahrzeichen und Rathaus der Stadt Frankfurt. Für viele stellt es das schönste Rathaus in Deutschland dar. Die drei Gebäude stammen aus dem 14. Jahrhundert und wurden 1405 von der Stadt gekauft. Seitdem sind sie der Sitz des Bürgermeisters und der Stadtverordnetenversammlung. Durch seine Geschichte gehört der Frankfurter Römer zu den bedeutsamen Orten der deutschen Geschichte. Ab 1612 fanden hier im Kaisersaal die Krönungsbanketts im Anschluss an die Kaiserwahl statt. Im Laufe der Jahre wuchsen Neubauten um den ursprünglichen Teil, so dass man – wenn vom Römer die Rede ist – den gesamten Rathaus-Komplex meint, der elf Gebäude umfasst und den Mittelpunkt des Römerberges darstellt. Die Ferienwohnung oder die Pension auf dem Römerberg lässt einen das alte historische Frankfurt hautnah erleben. Die "Gudd Stubb", wie man den Römerberg in der Stadt am Main liebevoll nennt, ist mit seinen vielen Fachwerkhäusern ein besonders stimmungsvoller Ort in der oftmals sehr modernen Stadt. Da der Deutsche Fussball Bund seinen Sitz in Frankfurt hat, werden hier die erfolgreichen deutschen Nationalmannschaften empfangen.

Foto: © Klaus-Uwe Gerhardt | PIXELIO

Das Museumsufer

Das Mainufer ist für die große Anzahl an modernen Museen bekannt, die man beidseitig des Flußes finden kann. Von der Pension mit Privatzimmer oder Gästezimmer beispielsweise in Sachsenhausen gelangt man schnell zu einer Vielzahl an Museen, die am südlichen Ufer liegen. Von der Frankfurter City aus erreicht man das Sachsenhäuser Ufer über den Holbeinsteg, einer freischwingenden Fußgängerbrückenkonstruktion, die seit 1990 selbst ein Blickfang in der Ufersilhouette ist und einen fantastischen Ausblick auf die Skyline von „Mainhattan“ bietet. Folgende Museen freuen sich auf Ihren Besuch: das Frankfurter Ikonenmuseum, das Museum für Angewandte Kunst, das Museum der Weltkulturen, das Deutsche Filmmuseum, das Deutsche Architekturmuseum, das Museum für Kommunikation, das Städelsche Kunstinstitut, das Liebieghaus, das Museum Giersch, das Historische Museum und das Jüdische Museum. Diese Fülle und Vielseitigkeit des Angebotes macht das Museumsufer zu einem der bedeutendsten Museumsstandorte in Deutschland und Europa und ist der Grund für den ausgezeichneten Ruf, den Frankfurts Kulturszene genießt. Außerdem locken das jährlich stattfindende Museumsuferfest, bei dem am letzten Augustwochenende regelrechte Volksfeststimmung entlang des Mains herrscht, die „Nacht der Museen“ und der wöchentliche Flohmarkt eine Vielzahl von Besuchern an.

Foto: Frankfurt Skyline und Museumsufer © Maha-online (Lizenz: Creative Commons) | flickr

Die Börse

Die Frankfurter Börse – eine der größten Wertpapierbörsen der Welt - ist wohl eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt. Das Gebäude, in dem die Börse heute tagt, wurde 1879 eingeweiht. Vor seinen Türen stehen die Symbole der Börsenwelt: Der Bulle mit seinem erhobenen Haupt symbolisiert steigende, der Bär sinkende Kurse. Hier findet man leicht ein Zimmer: Der Bankenplatz Frankfurt ist ein Ziel vieler Geschäftsreisender, die in einem Gästezimmer, Privatzimmer oder Fremdenzimmer eine Unterkunft finden. Schon seit dem 12. Jahrhundert floriert der Handel in Frankfurt. Bevor im Jahre 1585 erstmals einheitliche Wechselkurse festgelegt wurden, hatte jede Region des mittelalterlichen Deutschen Reiches ihre eigene Währung, sodass der Handel schwer zu überschauen war und Betrügereien häufig waren. Mit der Einführung der Wechselkurse kamen die Kaufleute regelmäßig zusammen, um „auf der Börse“ zu tagen und die Kurse aktuell zu halten. Ursprünglicher Versammlungsort war der Römerberg; 100 Jahre später diente das zu damaligen Zeiten größte Gebäude der Stadt, der „Große Braunfels“, als Treffpunkt für die Börsianer.
Wenn Sie der heutige Handel auf der Börse interessiert, können Sie im Besucherzentrum der Deutschen Börse den klassischen Parketthandel verfolgen.

Foto: © Daniel Gast |PIXELIO

Kaiserdom zu Frankfurt

Der Kaiserdom St. Bartholomäus ist ein Muss eines jeden Frankfurt-Besuchs. Seine Geschichte ist eng mit der Frankfurter Altstadt verbunden. Hervorgegangen aus einer kleinen Kapelle, ist der Dom heute ein imposantes Gebäude, dessen charakteristischer 96 Meter hoher Turm auf Ihren Besuch wartet und Sie nach dem Aufstieg der 324 Stufen mit einem tollen Blick über die Stadt belohnt. Im Inneren des dreischiffigen Doms sind wertvolle spätgotische Altäre zu bestaunen ebenso wie das Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert und die „Kreuzigungsgruppe“ des Bildhauers Backoffen aus der Frührenaissance. In dem Gotteshaus wurden seit 1356 die Deutschen Könige gewählt und zwischen 1562 und 1792 auch zehn deutsche Kaiser gekrönt, weshalb die Kirche zum Dom geweiht wurde, obwohl sie nie Bischofsitz war. Im Kreuzgang können Sie das Dommuseum besuchen, das den Domschatz sowie eine Dauerausstellung beispielsweise über sakrale Kunst und über die Geschichte des Doms für Sie bereithält.

Foto: © Carlo Schrodt | PIXELIO

Main Tower

Der 200 Meter hohe Main Tower ist Sitz der Zentrale der Landesbank Hessen-Thüringen (HeLaBa). In nur dreijähriger Bauzeit im Jahr 1999 fertig gestellt, ist der Turm ein Wahrzeichen der Stadt. Wegen seiner Verbindung von runden und quadratischen Formen fällt das Hochaus in der Skyline von Mainhattan besonders auf. Beim Bau wurde die Fassade des vorherigen denkmalgeschützten Gebäudes mitgenutzt. Der Main Tower ist heute das einzige Hochhaus Frankfurts, das für Besucher geöffnet ist. Von hier hat man ein sehr guten Ausblick über die Metropolregion. Auf der Aussichtsplattform in 200 Metern Höhe einen hervorragenden Blick über die Stadt genießen, und das auch in der Abenddämmerung. Das Main Tower Restaurant im 53. Stockwerk bietet Gästen mit gehobenem Anspruch durch seine acht Meter hohen Fenster eine außergewöhnliche Kulisse während des Essens. Der Main Tower beherbergt außerdem das höchstgelegene Fernsehstudio Europas. Hier produziert der Hessische Rundfunk eine Vielzahl an Sendungen. Dieses Studio sollte eigentlich der Plenarsaal der Bundesregierung werden, als Frankfurt 1949 fast zur Bundeshauptstadt wurde. Dann wurde aber doch Bonn als Hauptstadt der BRD ausgewählt. Für Verliebte bietet sich hoch oben über Frankfurt auch die Möglichkeit, sich das Ja-Wort zu geben. Jeden Freitag hält das Standesamt Einzug in das Fernsehstudio in der 53. Etage. Ein besonderes Merkmal des Hochhauses ist die Kunstsammlung der Landesbank Hessen-Thüringen, deren Werke die Flure und Büros der einzelnen Stockwerke zieren.

Foto: Main Tower © Wikimedia (GNU-Lizenz für freie Dokumentation)

Alte Oper Frankfurt

Eingeweiht im Beisein von Kaiser Wilhelm I. war die Alte Oper Ort der Uraufführung von Carl Orffs Carmina Burana und zahlreicher anderer berühmter Opern und Konzerte. Im Jahr 1944 wurde das Gebäude durch Bombenangriffe stark zerstört und aufgrund fehlender Gelder konnte es nicht wieder aufgebaut werden. Jahrelang war nicht sicher, was mit „Deutschlands schönster Ruine“ passieren würde. Durch eine einzigartige Bürgerinitiative konnte die Alte Oper dann aber mithilfe vieler Spendengelder originalgetreu wieder aufgebaut werden. Im August 1981 - nach fünfjähriger Bauzeit - wurde die Alte Oper schließlich feierlich mit Gustav Mahlers 8. Sinfonie wieder eingeweiht. Seitdem ist die Alte Oper Konzert- und Kongresszentrum, in dem jährlich etwa 300 Konzerte und Veranstaltungen stattfinden.

Foto: © FirstUs24.de / PIXELIO

Höchster Altstadt

Für beschauliche Spaziergänge ist die Höchster Altstadt wie gemacht. Seit 1972 steht die Altstadt des eingemeideten Ortes Hoechst unter Denkmalschutz und bietet seinen Besuchern eine geschlossene Bebauung mit gut erhaltenen historischen Fachwerkhäusern. Die meisten stammen aus der Zeit nach dem großen Brand von 1586. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind der Bolongaro-Palast, die alte Stadtbefestigung, das Maintor, den Zollturm, die Justinuskirche (um 850 geweiht und somit die älteste Kirche Frankfurts) und das Rathaus. Wer kurzfristig nach Hoechst reist, kann mit einem Last-Minute-Angebot oft ein Schnäppchen machen. Durch die romantischen engen Gassen kann man gemütlich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit schlendern. Das Schloss war früher Residenz der Mainzer Erzbischöfe und beherbergt heute Ausstellungen zur Geschichte des Stadtviertels. Der barocke Bolongaropalast hat einen wundervollen Garten, der sich terrassenartig bis zum Mainufer erstreckt. In der Porzellan-Manufaktur können Interessierte die traditionsreiche Herstellung von Porzellan verfolgen, denn sie ist die zweitälteste Porzellan-Manufaktur Deutschlands. Das Kronberger Haus besitzt eine erstaunliche Sammlung aus über 1000 Porzellanen und Fayencen verschiedener Epochen. Das jährliche Höchster Schlossfest bietet den Bewohnern und Besuchern vier Wochen lang ein buntes Programm. Es gibt Gartenpartys am Bolongaropalast, den Höchster Orgelsommer, Konzerte und das Altstadtfest in den Gassen um das Schloss und die Justinuskirche.

Foto: © Joachim Reisig | PIXELIO